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Beispielhaftes Engagement des Sports

Die Förderung von Sportvereinen und das Engagement gegen Langzeitarbeitslosigkeit - das geht im Landkreis Nordhausen Hand in Hand. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet der Kreissportbund  mit dem Jobcenter in Beschäftigungsprogrammen zusammen - auch im neuen Teilhabechancengesetz. Bis Mai sollen darüber 25 geförderte Stellen in Sportvereinen im gesamten Landkreis entstehen. „Wir nutzen das Netzwerk des Sports, um arbeitssuchenden Menschen zu helfen, sich wieder zu integrieren und soziale Anerkennung und Wertschätzung für ihre Arbeit in den Vereinen zu erfahren“, sagt Andreas Meyer, Geschäftsführer des Kreissportbundes. „Wir haben flächendeckend eine gut ausgebaute ehrenamtliche Struktur in den Sportvereinen, sonst wäre das gar nicht möglich. Für uns im Kreissportbund bedeutet dies zwar einen hohen Verwaltungsaufwand, aber wir stehen in enger Abstimmung mit dem Jobcenter und dem Landratsamt.“ Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren seien gut, so wurden beispielsweise Teilnehmer zu Übungsleitern ausgebildet oder ihre Kinder wurden selbst Mitglied im Sportverein, berichtet Meyer.  

„Ich finde das Engagement des Kreissportbundes hervorragend, wir sind da Vorreiter in Thüringen“, so Landrat Matthias Jendricke und lobte die kontinuierliche Kooperation des Jobcenter und des Kreissportbundes, auch schon in früheren Programmen der Beschäftigungsförderung. „Ich selbst kenne Beispiele, dass Teilnehmer, die über Beschäftigungsprogramme bei Sportvereinen tätig waren, dadurch auch Kontakte zu Unternehmen knüpfen konnten und so wieder eine Arbeit gefunden haben. Über das Teilhabechancengesetz haben wir nun die Möglichkeit, Leute bis zu fünf Jahre lang zu beschäftigen, das gibt Sicherheit und Kontinuität in der Zusammenarbeit in den Vereinen.“ Mit dem Teilhabechancengesetz ist eine Förderung zwischen zwei bis zu fünf Jahren möglich, gezahlt werden Lohnkostenzuschüsse, gestaffelt zwischen 50 und 100 %. „Wir als Landkreis beteiligen uns als örtlicher Sozialhilfeträger an der Finanzierung der Eigenanteile bei den Lohnkosten“, so Landrat Matthias Jendricke. Einen entsprechenden Beschluss hat der Kreisausschuss bereits gefasst: Der Landkreis übernimmt ein Drittel der verbleibenden Lohnkosten, wenn sich die jeweiligen Kommunen und Vereine ebenfalls beteiligen. 

„Wir wollen im Landkreis Nordhausen in diesem Jahr etwa 80 Beschäftigungsmöglichkeiten über das Teilhabechancengesetz schaffen“, sagt Heiko Röder, Geschäftsführer des Jobcenters. „Wir liegen thüringenweit in der Umsetzung trotz der kurzen Vorbereitungszeit relativ weit vorn und haben schon mehr Stellen besetzt als beispielsweise Erfurt. Zurzeit sind 57 Stellen besetzt, davon 20 beim Kreissportbund.“ Das Engagement des Sportdachverbands sei eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, die Langzeitarbeitslosen erhielten eine neue Perspektive und die Sportvereine Unterstützung in der Werterhaltung der Sportstätten, in der täglichen Vereinsarbeit, in der Organisation von Wettkämpfen und weiteren Veranstaltungen.

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